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Umgang mit Behinderungen in Zahnarztordinationen
Das Wort Behinderung lässt sich von der Bedeutung "hindern" ableiten. Behinderte Menschen werden in vielen Bereichen unserer Gesellschaft ausreichend unterstützt. Aber gerade bei Zahnbehandlungen werden Behinderte oft benachteiligt, sei es zum Einen wegen der nicht ungehinderten Zugänglichkeit vieler Zahnarztpraxen oder sei es zum Anderen, daß die Art der Behinderung - wie auch immer - zu einer organisatorischen Verzögerung im Behandlungsablauf vieler Ordinationen führt.

Dabei ist gerade die Anpassungsfähigkeit eine der herausragenden Eigenschaften, die behinderte Menschen im Laufe ihres oft leidvollen Lebens entwickeln.

In unserer Praxis haben wir zum Einen die Möglichkeit des ungehinderten Zugangs durch einen Lift. Wir haben außerdem die Möglichkeit einer sehr großen Behandlungseinheit, die auch bei körperlichen Behinderungen eine Behandlung erlaubt.

Viele Behinderungen, vor allem körperliche Behinderungen, benötigen zahntechnisches Know-How und eine gute Planung. Diesbezüglich zeichnen uns sehr engmaschige gemeinsame Planungen mit dem Zahntechniker aus, wobei besonders auf die Handhabung des zahntechnischen Ersatzes geachtet wird.

Als weitere Behandlungsmethode haben wir - gerade bei psychisch behinderten Menschen - die Möglichkeit, durch Behandlung unter Dämmerschlaf oder Vollnarkose unsteuerbare körperliche und psychische Abwehr-Reaktionen zu behandeln. Zudem steht ein gut ausgebildetes, einsatzfreudiges Team mit menschlicher Wärme und Einfühlungsvermögen den behinderten Menschen und deren Betreuern tatkräftig zur Verfügung.

Gerade an den Schnittstellen der Behindertenbetreuung, d.h. Kontakt und Umgang mit den Angehörigen, wollen wir kooperativ mitarbeiten und im gesamten multiprofessionellen Teamverband zur Verfügung stehen.

Unser wichtigstes Prinzip ist, dass nicht Zahnprobleme zu einer "Behinderung für Behinderte" werden, sondern dass wir behinderten Menschen einen ungehinderten Zugang zu Zahnbehandlungen ermöglichen und sie insofern anleiten, als dass sie einen Weg zur individuellen Zahnpflege finden. Denn in vielen Fällen muss Behinderung nicht Behinderung sein und die Ausgeprägtheit von Behinderungen hängt sehr häufig nur von den Hindernissen ab, die den Menschen in den Weg gelegt werden.

Aber nachdem wir ein umfangreiches Konzept hinsichtlich der angstfreien Behandlung auch bei nicht behinderten Menschen haben, ist eine exakte organisatorische Planung unerlässlich.

Wir wollen uns für unsere behinderten Patienten Zeit und Liebe gönnen, sind aber nicht ausschließlich auf die Behandlung von behinderten Menschen ausgerichtet. Deshalb sollte nach einem Erstgespräch klar werden, ob wir sowohl organisatorisch als auch unsere zahnmedizinische Ausstattung betreffend das bestmögliche Ergebnis für den individuellen Bedarf des behinderten Menschen erzielen können.

Unser Behandlungsteam ist allem gegenüber offen, insbesondere dafür, dass niemand gehindert wird sich bei uns wohl zu fühlen und jeder den Eindruck mitnimmt, ein motiviertes Team getroffen zu haben, welches auf allen Ebenen versucht, das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.