Vom Sinn der Angst
Ängste sind mit unserem Verstand nur schwer zu bändigen. Grundsätzlich sind sie auch
eine nützliche Einrichtung. Angst ist ein sinnvoller Schutzmechanismus, ohne den wir als Menschen nicht
überleben könnten. Er hilft uns Gefahren wahrzunehmen und darauf schnell zu reagieren. Allerdings können
sich diese Angstmechanismen auch verselbständigen und dort wirksam werden, wo sie unerwünscht sind.
So zum Beispiel auch beim Zahnarzt.
Rein logisch betrachtet, sollte aufgrund der heutigen Methoden der Schmerzausschaltung bzw. Schmerzlinderung die Angst
vor Zahnbehandlungen als unbegründet gelten.
Auch bei langwierigen oder schwereren Eingriffen sorgen Anästhesie und moderne Geräte heute
für eine möglichst geringe Belastung.
Sie sind mit Ihrer Angst nicht allein!
Wir müssen davon ausgehen, dass etwa 15 Prozent der erwachsenen Bevölkerung so starke Ängste vor Zahnbehandlungen
empfinden, dass sie niemals einen Zahnarzt aufsuchen. Der Gebisszustand ist bei solchen PatientInnen in der Regel bereits
sehr schlecht.
Für diese Patienten haben wir ein fachübergreifendes
Angstmanagement -
Behandlungspaket entwickelt.
Fordern Sie ein Gespräch mit Ihrem Zahnarzt
Wir empfehlen, mit dem Zahnarzt bzw. der Zahnärztin ganz offen über Befürchtungen
und Ängste zu sprechen.
Ein gut geschultes Praxisteam kann dabei helfen, im Einzelfall wirksame Abhilfe zu schaffen.
Manchem helfen bereits aufklärende Gespräche, anderen PatientInnen ist wieder mit
der Anwendung bestimmter Atemtechniken gedient.
Ab nun steht für AngstpatientInnen in unserer Praxis
ein spezielles Angebot zur Verfügung:
Seit Herbst 2002 konnten wir den international bekannten
Spezialisten für Dentalphobien,
Hrn. Dr. Macher aus Deutschland, zur beratenden Zusammenarbeit mit unserer Ordination gewinnen.
Empfehlung der deutschen Gesellschaft für Hypnose:
Wie fit zur Angstbehandlung ist Ihr Zahnarzt?
Ein guter Zahnarzt nimmt Ihre Angst sehr ernst.
Er geht auf Ihre Angst ein und schlägt Ihnen Möglichkeiten der Schmerzminderung vor.
Er erklärt Ihnen genau was er macht und wann es weh tun kann.
Er nimmt sich Zeit für die Untersuchung.
Er sagt Ihnen, welche Behandlung er durchführt.
Ein guter Zahnarzt sollte Zahnprophylaxetermine anbieten.
Wenn Ihnen eine längere Behandlung bevorsteht:
dann sollte Ihr Zahnarzt ein ausführliches Gespräch mit Ihnen über den Behandlungszeitraum und die Notwendigkeit der
Behandlungsmaßnahme führen.
Wenn Sie Ihren Zahnarzt hierzu erst auffordern müssen, dann ist das schon ein schlechtes Zeichen.
Sie sollten abwägen, ob es nicht sinnvoller ist, den Zahnarzt zu wechseln.
Was ist Dentalphobie?
Unsere Maßnahmen gegen Angst vor Zahnbehandlungen
Exkurs über Ängste und deren Ursachen.
Näheres zum Umgang mit Kindern zur Vermeidung von Dentalphobie.